Hamburger Psychoseseminar

Die Termine und Themen des Psychoseseminars am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Leitung Prof. Dr. Thomas Bock, sind veröffentlicht.

Das Programm finden Sie hier.

Partnerschaft im psychiatrischen Handeln – Fiktion oder Vision?


Partnerschaft im psychiatrischen Handeln – Fiktion oder Vision?

Renate Schernus, Bielefeld
Vortrag im Rahmen des 15. Forums Psychiatrie und Psychotherapie und der 21.
Jahrestagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit
30.9. – 3.10. 2010

Renate Schernus, eine der Verfasser der Soltauer Impulse hielt einen lesenwerten Vortrag, hier ein kurzer Auszug:

Die schlichte Tatsache, dass es meist nicht die Professionellen sind, die die
längste Zeit mit einem psychisch erkrankten Menschen verbringen, sondern die
Angehörigen, wurde also von den Profis relativ spät begriffen. Angehörige
haben oft bereits Jahre lange Erfahrungen hinter sich, bevor Professionelle
eingeschaltet werden. Zu ihnen kehren z. B. Sohn oder Tochter häufig zurück,
wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – im professionellem System nicht
zurecht kommen. Professionelle wechseln, Angehörige bleiben immer
Angehörige. Angehörige, die von Professionellen nicht als Partner ernst
genommen werden, die entmutigt oder womöglich beschuldigt werden, können
Hoffnung, die ja bekanntlich ein ganz wichtiger Heilfaktor ist, nur schwer
weitergeben. Dazu, Angehörige als Partner ernst zu nehmen, gehört unter
anderem auch gute Information. Manchmal kann es übrigens zeitweilig
wichtiger sein, sich um die Angehörigen zu kümmern, um ihre Fragen und
Probleme, als um die Patienten selbst.

Lesen Sie hier den ganzen Vortrag

Veranstaltung am 16.11.2010

Ärztliche Schweigepflicht und Familienselbsthilfe –ein unlösbares Dilemma in der psychiatrischenVersorgung?

am Dienstag, 16. November 2010, 19.00 – 21.15 Uhr

im Forum des Ärztehauses, Humboldtstr. 56, 22083 Hamburg

Grußworte: Klaus Schäfer, Vizepräsident der Ärztekammer Hamburg

Dr. Martin Dirksen-Fischer, Amtsarzt, Bezirksamt Hamburg-Eimsbüttel

  • Kommunikation zwischen Arzt und Angehörigen – Wunsch und Wirklichkeit

Dr. Hans Jochim Meyer, Vorsitzender des Landesverbandes der Angehörigen psychisch Kranker, Landesverband Hamburg

  • Ärztliche Schweigepflicht

Nina Rutschmann, Stellv. Justitiarin der Ärztekammer Hamburg

  • Psychiatrisch-systemische Sicht

Dr.  Dietrich Eck, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin, Fachl. Geschäftsführer Nussknacker e.V.

Anschließend Podiumsdiskussion

  • Dr. Hans Ramm

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Vorstandsmitglied der Ärztekammer Hamburg

  • Tuula Rouhiainen-Stoltenberg

Vorstand Landesverband Psychiatrieerfahrener e.V.

  • Dr. Dietrich Eck

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin, Fachl. Geschäftsführer Nussknacker e.V.

  • Dr. Hans Jochim Meyer

Vors. des Landesverbandes der Angehörigen psychisch Kranker

Moderation: Dr. Dirksen-Fischer/Dr. Wolfgang Busse

Fortbildungspunkte für Ärzte:    3

Um Anmeldung wird gebeten unter: recht@aekhh.de oder www.aerztekammer-hamburg.de

Tel.Nr. 040/ 20 22 99 300.

Gesundheitsmetropole Hamburg- Netzwerk psychische Gesundheit

 

Netzwerk Psychische Gesundheit: Sieger des BMBF-Wettbewerbs „Gesundheitsregionen der Zukunft“ ( www.gwhh.de)

Die Gesundheitsmetropole Hamburg wurde am 05. Mai 2010 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als Gesundheitsregion der Zukunft ausgezeichnet. Unter Beteiligung von zahlreichen Unternehmen, der Dienstleistungsforschung sowie einer Vielzahl stationärer und ambulanter Einrichtungen aus dem Bereich Psychische Gesundheit wurde von Oktober 2009 bis Februar 2010 ein innovatives, versorgungszentriertes und wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept für die Metropolregion Hamburg entworfen.

Für Angehörige ist von besonderem Interesse  das Teilprojekt V: Selbsthilfe und Familie

Projektleitung:

Prof. Dr. Thomas Bock(a), PD Dr. Martin Lambert(b) , Prof. Dr. Dieter Naber (b) , Dr. Hans-Jochim Meyer (c) , Tuula Rouhiainen (d)

(a) Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Irre menschlich Hakburg e.V., Ex-In Hamburg, Tel.:  040 / 7410 53226/53236; Fax:  040 / 7410-55455 bock@uke.de

(b) Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,

(c) 1. Vorsitzender des Landesverbandes der Angehörigen Hamburg

(d) Vorstand Landesverband der Psychiatrie-Erfahrenen, Irre menschlich Hamburg und Ex-In Hamburg

Auszüge aus den Planungsunterlagen:

Das Vorhandensein und Engagement von Angehörigen ist eines der wichtigsten Kriterien für eine gute Prognose.

Insofern hat das Versorgungssystem eine besondere Verantwortung, die familiären Anstrengungen zu respektieren, zu unterstützen und zu entlasten.

Das Projekt Familie und psychische Erkrankung umfasst die Einführung eines individuellen Coachings durch erfahrene Angehörige, die Förderung von Gruppen für verschiedene Angehörige sowie die begleitende Fortbildung und Motivation von Mitarbeitern bzgl. der Entlastung und Beteiligung von Angehörigen.

Angehörige beraten Angehörige

Im Rahmen dieses Projektes werden erfahrene Angehörige gesucht, die bereit sind, in den psychiatrischen Kliniken Angehörige neu erkrankter Patienten zu beraten. Es werden Schulung, Supervision sowie ein Honorar geboten.

Einzelheiten werden wir später veröffentlichen, Interessenten können sich schon jetzt unverbindlich bei uns melden

Initiative Forensik

Wer wir sind:

Wir sind Angehörige von Forensik-Patienten und wollen unsere Erfahrungen dazu nutzen, anderen Angehörigen zu helfen durch Informationen für neu vom Thema „Forensik“ betroffene Familien und durch Austausch von Problemen und Erfahrungen während der Unterbringung des Kranken in der Forensik.

Wir arbeiten als unabhängige Selbsthilfe-Initiative und werden vom Landesverband B-W sowie vom Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. unterstützt.

 

Was wir wollen:

- an den Forensik-Standorten eine Anlaufstelle für Angehörige bieten

- die Situation der Angehörigen und ihrer kranken Familienmitglieder verbessern

- Vorurteile und Ängste in der Gesellschaft abbauen

- mehr Transparenz und Kooperation mit den forensischen Einrichtungen erreichen

 

Informationen unter Tel.:      07531-34144,  Handy: 01577-2152689

e-mail: forensik-angeh@psychiatrie.de

oder

Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V.,

Tel.: 07245-916615, e-mail:lvbwapk@t-online.de

 

 

Nachtrag zum Rundbrief

Hier noch ein Nachtrag zum Rundbrief: Wer den weiteren Bezug der PSU wünscht, möge bitte möglichst bald die ausgefüllte Einzugsermächtigung an unser Büro schicken, siehe Rundbrief 3/10.

Online-Elternfragebogenfür Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen

Eine gute Versorgung von psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen wird nur gelingen, wenn die Familien von Anfang an einbezogen und mit ihrem spezifischen Unterstützungs- und Informationsbedarf wahrgenommen werden. Und obwohl „Elternarbeit“ vielfach integraler Bestandteil therapeutischer Angebote ist, gibt es hier aus unserer Sicht Defizite, vor allem auch in der Phase vor dem Stellen einer Diagnose. Deshalb befassen wir uns in einem aktuellen Projekt, das vom Bundesgesundheitsministerium und dem BKK Bundesverband unterstützt wird, mit den Problemen und Bedürfnissen von Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auf einen Online-Elternfragebogen aufmerksam machen, der direkt unter dem Link Elternfragebogen bzw. über die Homepage des Verbandes
www.bapk.de
aufrufbar und auszufüllen ist.
Die Befragung soll dazu beitragen, die Bedürfnisse betroffener Familien und Eltern zu erkennen, Informationsmaterialien zu entwickeln und entsprechende Unterstützungsangebote zu identifizieren und einzufordern.
Nun kommt es darauf an, dass der Fragebogen von möglichst vielen Eltern ausgefüllt wird.
Das Ausfüllen dauert ca. 15 Minuten.
Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Beate Lisofsky, Tel.: 030/91208863, E-Mail:
bapk-berlin@psychiatrie.de

Anfrage einer Stern-Redakteurin

Für einen großen Artikel zum Thema “Depressionen” suche ich nach einer Familie, in der ein Elternteil (oder auch ein Jugendlicher/junger Erwachsener) an Depressionen erkrankt war oder ist.Ich würde diese Familie gern besuchen und ein längeres Interview führen. Mich interessiert, wie die Angehörigen eines Depressiven anfangs auf die Erkrankung reagiert haben, wie sich dann der Alltag entwickelte und bewältigt wurde. Wer aus der Familie war auf welche Weise belastet, was nervte, was gab Hoffnung? Etc. Ich würde die Familie etwa zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen. Anschließend haben alle Beteiligten die Möglichkeit, den entstandenen Text zu lesen und zu ändern. Wir drucken nichts gegen den Willen der Interviewpartner. Das Interview sollte so bald wie möglich statt finden, der Artikel wird dann Anfang November erscheinen. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie meine Anfrage an Ihre Mitglieder weiterleiten würden. Sie erreichen mich telefonisch unter: 040-3703-3691, mobil: 0179-79 19 686 und E-Mail: boemelburg.helen@stern.de
Dr. Helen Bömelburg
Redakteurin
Ressort Wissenschaft, Medizin und Technik

Rundbrief verschickt

Unser neuer Rundbrief mit zahlreichen Veranstaltungshinweisen ist an unsere Mitglieder verschickt worden. Bitte beachten Sie, dass unser erstes Seminar bereits am 9.11. stattfindet, also in rund 3 Wochen. Zur Woche der Gesundheit im Süden Hamburgs gibt es ein ausführlicheres Programm als den Auszug, den wir im Rundbrief wiedergeben. Wer das vollständige Programm wünscht, kann sich dies aus dem Internet runterladen ( Adresse steht im Brief).

Angehörigengruppe „Borderline“

Eine neu gegründete Angehörigengruppe „Borderline“ hat noch Plätze frei hat, Kontakt über KISS Altona unter: Selbsthilfetelefon 39 57 67 , Mo-Fr 10-18 Uhr).

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